Nicole Klingler

Nicole Klingler

mein Teilzeit-Traum Triathlon, volle Motivation, aber nur ein Drittel Zeit, denn wichtiger als Sport sind unsere beiden Kinder und die «richtige» Arbeit. Alles Aktuelle über meine sportlichen Tätigkeiten findet man hier...

6.7. Ironman70.3 Haugesund

Der dritte Halbironman (Haugesund) in 5 Wochen und dies war der beste. Eigentlich sollte ich jetzt alle 2 Wochen einen machen und Ende Saison würde die Form wieder stimmen. Denn besser wenig Training und Wettkämpfe als nur wenig Training. Aber nun zum Rennen im hohen Norden.
Es war eines der schönsten Rennen, v.a. die Radstrecke durch das Küstengebiet mit all den Fjorden und Schären war ein Traum. Trotz kalt und nass und schlechter Radperformance… Zudem gibt es in Norwegen das beste Publikum der Welt. Sowas hab ich noch nie gesehen. Die ganze Stadt, der ganze Wald war voll von Zuschauern, egal ob Baby oder Opa im Rollstuhl. Trotz misslicher Wetterbedingungen haben alle ihre Picknicktische an der Strecke aufgestellt und getobt wie wild. Wirklich beeindruckend!

In den Tagen vor dem Rennen ging ich v.a. Kanufahren mit Sohnemann und Nonno. Denn mein geplantes 30 min Schwimmtraining im Meer war nach 30 Sekunden zu Ende. So kalt und so viele Quallen. Beim Rennen war das Schwimmen zum Glück in einem kleinen See, da war es mit 18 Grad angenehm war. Die Bojen waren nicht ganz so gut gesteckt, denn mitten im Rennen habe ich mich mit 4 Athletinnen besprochen, wo wir jetzt am besten hinschwimmen sollen. Da alle Frauen gemeinsam gestartet sind, konnte ich gut in einer Gruppe mitschwimmen und da die Wechselzeit zum Radfahren noch dazuzählte (nass ein langes Radshirt anziehen braucht eben seine Zeit) bin ich ganz zufrieden mit meiner schwächsten Disziplin. Im Radfahren kam ich wieder nicht auf Touren, ich kämpfte mich hinterher und viel zu viele Athleten überholten mich (teilweise leider in grossen Pulks). Ich kämpfte zwischendurch mit der Motivation, denn eigentlich kann ich es viel besser und so viel Spass macht es nicht, nur überholt zu werden. Aber ich schaffte es in die zweite Wechselzone und dann gings ab die Post. Ich konnte einen super Halbmarathon laufen und 12 Damen wieder zurücküberholen. Bloss die Siegerin Susie Hignett und die zweitplatzierte Amerikanerin waren ein paar Sekunden schneller als ich (die hab ich an der Verpflegungsstation liegengelassen, da ich mir das Cola gleich selber einschenken musste…) Leider war das Rennen dann zu Ende und es reichte für Platz 5.
Danach folgen noch 4 Tage Norwegenferien, es war so schön, dass wir nächstes Jahr gleich wieder kommen wollen. Sogar das Wetter war viel besser als daheim, Sonne und 28 Grad seien eine Seltenheit dort oben. Kanufahren kann ich jetzt auch und im Meer schwimmen habe ich nicht nochmal versucht.